Archiv für Juni 2010

Vor der Wahl und nach der Wahl

Das FZW wird nach meiner Wahl zum OB nicht privatisiert“, teilte Herr Sierau Anfang Mai auf Anfrage bei www.abgeordnetenwatch.de mit. Dass Politikerworte immer nur bis zur Wahl gelten, ist uns klar und bedarf (gerade in Dortmund) keiner weiteren Beweise.

Auch wenn wir in diesem Fall gerne einmal Unrecht gehabt hätten – da bleibt sich die Politik dann treu und die WR darf melden: Stadt sucht neuen Betreiber fürs FZW.

Programmatisch dürfte die Privatisierung keine weiteren negativen Auswirkungen haben. Schlechter geht es eigentlich nicht. O.k., auf Nazikonzerte und Saufpartys soll verzichtet werden – das sollten wir als großartigen Erfolg Dortmunder Kunstförderung aber sowas von ordentlich feiern.

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Paul for Präsident

In Oberhausen macht ein (nach Aussage von Kindern) ansonsten eher langweiliges Aquarium sehr gute Pressearbeit, indem es eine kleine Krake Paul nennt, ihr hellseherische Fähigkeiten andichtet und zwischen zwei WM-Gegnern herumschwimmen lässt.

Tolle Idee. Könnte das Vieh nicht auch zwischen den Fotos von Bundespräsidentenkandidaten herumpaddeln und durch Verputzen von Leckereien aus deren jeweiligen Kisten die Wahl entscheiden? Würde eine Menge Geld sparen und Sea Life mehr Besucher bringen. Oder könnte Paul nicht direkt das Amt übernehmen? Würde eine noch größere Menge Geld sparen und Sea Life noch mehr Besucher bringen. Über die Kompetenz, Entscheidungen zu treffen, scheint Paul ja zu verfügen – auch wenn die Mitarbeiter manchmal nachhelfen müssen.

Nie Wieder Monarchie

Umbaute Luft II

Das Juni-Programm des FZW (siehe screenshot) zeigt, wie katastrophal sich das fehlende inhaltliche Konzept des Hauses auswirkt. Der Juni ist im Allgemeinen eigentlich kein schlechter Konzert-Monat; bereits die Zahl der FZW-Veranstaltungen spricht aber Bände. Theoretisch können in Halle und Club jeden Tag parallele Veranstaltungen stattfinden. Zählen lassen sich im Juni aber gerade mal sechs Konzerte (davon vier in einer Woche) und eine Lesung. Hinzu kommen Partys und WM-Gucken. An 14 Junitagen gibt es gar kein Programm. Äußerst mickrig, könnte man sagen (und damit ist die inhaltliche Qualität jetzt noch gar nicht gemeint).

Das alles ist wohl weniger den gewerbetreibenden Bookern und Veranstaltern zuzuschreiben. Die gehen möglichst wenig Risiko & versuchen, mit kommerziell erfolgreichen Veranstaltungen ihren Schnitt zu machen. Das Programm-Desaster (welches sich in den Folgemonaten fortzusetzen scheint), geht auf die Kappe der Stadt Dortmund, die mal wieder versucht, mit leerem Beutel große Sprünge zu machen. Es reicht eben nicht aus, sich eine gute Location bauen zu lassen und tolle Musikanlagen hineinzuhängen. Content zählt! Im FZW-Kalender zählt man eher leere Kästchen…

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