Archiv für September 2010

tracks of art

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Rechter Depp

Im Zusammenhang mit dem gerade begonnen Prozess gegen Onkel Kevin sei an ein kleines Poem von Antonius Röchte erinnert, welches schon an anderer Stelle gepostet wurde.

So What?

Professor Tim Renner mag das Gezeter von Teufelchen von und zu Guttenberg auch nicht so recht und outet sie angeekelt als AC/DC-Fan. Recht hat der Mann. Die angeblichen Porno-Pop-Stars sind doch in Wirklichkeit nur adrette Schulmädchen mit fest definiertem Ziel: „Ich bin letztlich nur ein Mädchen aus New York City, das sich all das in den Kopf gesetzt hat. Regiert die Welt! Was ist das Leben wert, wenn du sie nicht regierst?“ sagt Frau Gaga dazu und auch die TAZ legt sich für blondes Silikon ins Zeug. Da darf unser liebstes Bild-Pop-Girlie natürlich nicht zurückstehen. Noch einen Schritt weitergehend fordert sie dieses Recht auch für die weibliche muslimische Jugend: „Eine schöne Welt wäre das, in der junge muslimische Frauen das Kopftuch zu Hotpants und High Heels trügen und man ganz unbekümmert durch den bunten großstädtischen Wirrwarr in Berlin-Neukölln flanieren könnte“, meint die ZEIT dazu aber unserer Alice ist das noch ein Kleidungsstück zu viel.

Währenddessen ist die Jugend reich und euphorisch oder macht auf retro und spielt Wendland. Der alte Holzmichel Hermann L. Gremliza dagegen läutet in Literatur konkret endlich das digitale Zeitalter ein.

Meanwhile in Dortmund passiert wenig, außer man hätte orange Klamotten abzugeben.

Das verschafft uns die Zeit, um entweder die Wissenschaft nach vorn zu bringen, endlich mal den Film über das Grundeinkommen anzuschauen oder die Doku über die Fleshtones.

Und wenn wir die Welt dann immer noch nicht verstanden haben, wird sie uns Herr Barschel erklären.

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So What?

Frau Kriegsminister hat auch ein Buch geschrieben – damit nicht immer nur der eitle Gatte die Gazetten ziert. Aber ein Buch schreiben heißt heutzutage, erstmal Krawall machen und irgendwem was auf die Fresse geben. In diesem Fall sind es die Popsternchen, die ihr Fett abbekommen. Der Kinder wegen. Oder hat etwa unser Gutti einmal zu oft hingeschaut?

Während die Musikbranche weiter von sinkenden Umsatzzahlen vor sich hin lügt und für die Urheberrechte kämpft, wird uns hier in sehr schöner Weise gezeigt, dass auch sie ohne deren ständige Verletzung nie so groß geworden wäre. Die meisten Künstler kümmert das eh schon nicht mehr, Jack White zumindest erfindet lieber eine neue Schallplatte.

Herr Dath erklärt dem Spiegel-Leser den Kommunismus und die ZEIT widmet sich nicht nur dem Herbeireden einer neuen rechten Partei, sondern bringt ihre Redakteure mal dazu, etwas Vernünftiges zu tun.

Ob Punk nun ein Outfit oder eher eine Lebenseinstellung ist, darüber wurde in den 80-zigern schon heftig diskutiert. Dass aus Outfit-Punks Lehrer geworden sind, mag ja nicht verwundern, wohl aber, dass als Punks verkleidete Lehrer Schulen leiten dürfen. Und über den Ratinger Hof gibt es jetzt ein Buch, das man sich wirklich nur leisten kann, wenn man vom Punk in den Lehrkörper abgestiegen ist.

Meanwhile in Dortmund: Atze wird für schlappe 21.500 € die Wanne volllaufen lassen (plus Kostenerstattung für die schnelle Flucht mit dem Helikopter) und ob Amy dann hineinsteigen wird, und was das dann nun wieder kostet, wurde noch nicht berichtet. Währenddessen tobt die Schlammschlacht um das FZW weiter und UZDO tritt an, um zu zeigen, dass Popkunst sich nicht einfach in kapitalistische Wände sperren lässt. Viel Glück dabei.

Wie fast immer, ist nicht alles schlecht: Buffalo Springfield kündigt das erste Konzert nach 42 Jahren an und Schmuse- und Disco-Rocker Robin Gibb zeigt es den Deutschen noch mal richtig. Dies dürfte nicht nur Bild, sondern auch den Kriegsminister ärgern. Vielleicht schickt er dem Bee Gee ja die Gattin auf den Hals.

1986

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So What?

Dass Pop uns nicht in die Revolte führt, sondern in den Supermarkt, wussten wir ja schon länger. In der aktuellen Spex erklärt Robert Misik uns das noch mal sehr schön. So Why Don’t You Kill Me? Lesen!!! Gleichzeitig meint ein Herr Reichold im aktuellen Rollstein, die letzte Love Parade könne nicht die letzte gewesen sein. Wohl weil er noch mal den Novy (Champagner, blanke Busen und Ekstase) machen möchte – dabei ist „junge Leute auf Kosten des Steuerbürgers in den Tod treiben“ doch ein Privileg der Bundeswehr.

Meanwhile in Dortmund: Die Räume, mit denen man hier die Kunst umbaut, scheinen alle nicht zu funktionieren. Das U wird nicht fertig (scheint aber immerhin als naziärgernder Taubenschlag zu funktionieren), dem FZW will sich keiner annehmen (so es denn nicht zum Schlagermuseum umgebaut wird) und sogar das Big Tipi bricht zusammen. Aber wir haben ja noch Konzert– und Schauspielhaus. Die scheinen noch ganz stabil und bieten den bürgerlicheren Popfans wenigstens ab und an ein wenig Abwechslung. Ob wir aber die jüngsten Erkenntnisse der Wissenschaft (auch hier) dort anwenden können, wird man sehen. So what? Keine guten Zeiten. Aber wenigstens Lou Reed zeigt mal Anstand.

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