Dass Pop uns nicht in die Revolte führt, sondern in den Supermarkt, wussten wir ja schon länger. In der aktuellen Spex erklärt Robert Misik uns das noch mal sehr schön. So Why Don’t You Kill Me? Lesen!!! Gleichzeitig meint ein Herr Reichold im aktuellen Rollstein, die letzte Love Parade könne nicht die letzte gewesen sein. Wohl weil er noch mal den Novy (Champagner, blanke Busen und Ekstase) machen möchte – dabei ist „junge Leute auf Kosten des Steuerbürgers in den Tod treiben“ doch ein Privileg der Bundeswehr.

Meanwhile in Dortmund: Die Räume, mit denen man hier die Kunst umbaut, scheinen alle nicht zu funktionieren. Das U wird nicht fertig (scheint aber immerhin als naziärgernder Taubenschlag zu funktionieren), dem FZW will sich keiner annehmen (so es denn nicht zum Schlagermuseum umgebaut wird) und sogar das Big Tipi bricht zusammen. Aber wir haben ja noch Konzert– und Schauspielhaus. Die scheinen noch ganz stabil und bieten den bürgerlicheren Popfans wenigstens ab und an ein wenig Abwechslung. Ob wir aber die jüngsten Erkenntnisse der Wissenschaft (auch hier) dort anwenden können, wird man sehen. So what? Keine guten Zeiten. Aber wenigstens Lou Reed zeigt mal Anstand.