Frau Kriegsminister hat auch ein Buch geschrieben – damit nicht immer nur der eitle Gatte die Gazetten ziert. Aber ein Buch schreiben heißt heutzutage, erstmal Krawall machen und irgendwem was auf die Fresse geben. In diesem Fall sind es die Popsternchen, die ihr Fett abbekommen. Der Kinder wegen. Oder hat etwa unser Gutti einmal zu oft hingeschaut?

Während die Musikbranche weiter von sinkenden Umsatzzahlen vor sich hin lügt und für die Urheberrechte kämpft, wird uns hier in sehr schöner Weise gezeigt, dass auch sie ohne deren ständige Verletzung nie so groß geworden wäre. Die meisten Künstler kümmert das eh schon nicht mehr, Jack White zumindest erfindet lieber eine neue Schallplatte.

Herr Dath erklärt dem Spiegel-Leser den Kommunismus und die ZEIT widmet sich nicht nur dem Herbeireden einer neuen rechten Partei, sondern bringt ihre Redakteure mal dazu, etwas Vernünftiges zu tun.

Ob Punk nun ein Outfit oder eher eine Lebenseinstellung ist, darüber wurde in den 80-zigern schon heftig diskutiert. Dass aus Outfit-Punks Lehrer geworden sind, mag ja nicht verwundern, wohl aber, dass als Punks verkleidete Lehrer Schulen leiten dürfen. Und über den Ratinger Hof gibt es jetzt ein Buch, das man sich wirklich nur leisten kann, wenn man vom Punk in den Lehrkörper abgestiegen ist.

Meanwhile in Dortmund: Atze wird für schlappe 21.500 € die Wanne volllaufen lassen (plus Kostenerstattung für die schnelle Flucht mit dem Helikopter) und ob Amy dann hineinsteigen wird, und was das dann nun wieder kostet, wurde noch nicht berichtet. Währenddessen tobt die Schlammschlacht um das FZW weiter und UZDO tritt an, um zu zeigen, dass Popkunst sich nicht einfach in kapitalistische Wände sperren lässt. Viel Glück dabei.

Wie fast immer, ist nicht alles schlecht: Buffalo Springfield kündigt das erste Konzert nach 42 Jahren an und Schmuse- und Disco-Rocker Robin Gibb zeigt es den Deutschen noch mal richtig. Dies dürfte nicht nur Bild, sondern auch den Kriegsminister ärgern. Vielleicht schickt er dem Bee Gee ja die Gattin auf den Hals.