Stefan Laurin hat bei den Ruhrbaronen einen schönen Artikel zur sogenannten Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet veröffentlicht. Wobei man sicher vorsichtig sein muss: nicht alles was sich da als „kreativ“ verkauft, ist es auch. Im Zweifel dann doch eher „Wirtschaft“. Und damit sind wir wieder bei Herrn Gorny. Der sichert sich seinen Claim im U, hockt für die CDU in der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft und für die SPD in deren Medienkommission. Und manchmal unterstützt er auch alternative Initiativen. So flexibel ist die Kreativwirtschaft eben. Und immer auf der Jagd nach dem jugendlichen Filesharer. Aber die Jugend – die hat doch eh keine Chance mehr.

Ganz im Gegenteil zur Jugendministerin. Die kümmert sich schon mal um Freunde auf der rechten Seite, die sie schon verstehen werden, wenn auch – wie Herr Münch aus Dortmund – der deutschen Sprache nicht immer so ganz mächtig.

Andere Lichtgestalten der Leitkultur, wie unser allseits beliebter Gutti werden für Dinge gefeiert, für die andere in den Arsch getreten wurden, wie carta.de ganz richtig zeigt. Was aber wiederum nicht heißt, dass irgendein Tritt in den Arsch dieser Damen und Herren ein unberechtigter wäre und sein Ziel verfehlen sollte.

Damit wären wir beim Thema und meanwhile in Dortmund: Der Ratsbeschluss über die FZW-Verramschung ist jetzt gefasst. Die freien Mitarbeiter des Hauses hatten sich zwar (reichlich spät aber immerhin) mit einem offenen Brief an den zuständigen Dezernenten gewandt, hat aber nichts genützt. Die SPD bleibt sich im Brechen von Wahlversprechen treu. Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen. Für heute.