Gebt es zu: Auch ihr habt mal wieder den No Music Day vergessen und Euch hemmungslos zutönen lassen. Dieser ist jedes Jahr am 21. November und von ex KLF-Mann Bill Drummond ausgerufen worden. Der meint es ernst – hat ja immerhin auch schon mal 1 Millionen Pfund Tantiemen einfach so verbrannt.

Aber jetzt haben wir ja wieder ein Jahr Zeit für Getöse und können davon vielleicht 10 Stunden abzwacken, um einem toten DJ zuzuhören. Joe Strummer hat seine Sendung London Calling als kostenlosen Podcast einstellen lassen – mit Weisung von oben: Reinhören. Herr Renner steht aber mehr auf zu bezahlende Musik und macht einen Vorschlag für eine Flatrate. Dabei ist freiwilliges Bezahlen doch schon eine uralte Idee, was die Beatles, bzw. ihre Nachlassverwalter, natürlich nicht stört. Und dass die sozialen Online-Medien zu derem Erfolg nicht beigetragen haben, wissen wir nun auch.

Die Toten reden und manche Lebende würden besser schweigen. Wie zum Beispiel Frau Schröder. Um sich die Auswirkungen ihrer Schlampendebatte anzuschauen, musste man nur mal die entsprechenden Leserbriefe bei www.derwesten.de lesen, die dort vor ein paar Tagen zu diesem Artikel noch zu lesen waren und jetzt gelöscht sind. Da tobte der (noch) kleine Bruder des Konservatismus – der Mob. Der braune natürlich.

Weitere gute Nachrichten: Jim Morrison sollen seine Sünden vergeben werden und die aktuelle Ausgabe des deutschen Rollstein hat ausnahmsweise nicht ihn oder einen anderen alten Helden auf dem Cover, sondern – ja genau – deren Sünden.

Meanwhile in Dortmund: Das Musiktheater meldet 300.000 Miese und wird jetzt ganz sicher privatisiert. Allerdings soll die AWO schon abgelehnt haben, weil der Altersdurchschnitt der Operngänger zu hoch sei. Ob das in der Nähe gelegene Bierhaus Stade interessiert ist? Man weiß es nicht. Auch dass der Parkplatz vor dem „FZW“ umbenannt wird, ist eine Ente. Die entsprechende Meldung bezog sich auf eine Verwaltungsleistung der Stadt Bochum. Schade eigentlich …