Wie jetzt bekannt wurde, möchten auch unsere Nazis sich ihrer zivilgesellschaftlichen Verantwortung stellen und sich als Interviewer an der Volkszählung beteiligen. Die findet im Frühjahr dieses Jahres statt und die NPD ruft Mitglieder und Sympathisanten auf, nicht nur 7,50 € Aufwandserstattung pro Haushalt zu kassieren (um sie dann der Partei zu spenden), sondern auch in der Nachbarschaft ein paar zusätzliche Informationen zu sammeln. Da freuen wir uns doch drauf.

Spekulationen, nach denen der NPD und ihren Kameradschaften die Abwicklung der Volkszählung ganz übertragen werden soll, sind allerdings unrichtig. So wurde aus Duisburg bekannt, dass OB Sauerland (Stichwort: Imagebildung) jeden Haushalt seiner Stadt selbst besuchen möchte. Ob er dabei von seinen Loveparade-Kumpanen begleitet wird, wissen wir nicht. In Berlin kann sich die Arbeitsgemeinschaft SSB („Sarazin Soll Bleiben“) in der SPD vorstellen,  mit den Kollegen von der NPD zusammen loszuziehen. In einigen Wohnquartieren sei es besser, so ihr Sprecher, „wenn wir Deutschen geschlossen auftreten“.

Auch andere kriminelle Vereinigungen haben jetzt ihr Interesse bekundet, so der Bund deutscher Kleinkrimineller, die Bundesarbeitsgemeinschaft Gelegenheitsdiebe und die ’Ndrangheta.