Bernd Eichinger ist tot und damit fraglich, ob seine letzte große Produktion jetzt noch fertig gestellt wird. Dabei soll es sich um ein großes Stück historic fiction handeln, gegen das der Führer im Bunker nicht anstinken kann. Wie jetzt bekannt wird, soll es um einen Remake des Erroll Flynn Klassikers „Gegen alle Flaggen“ gehen, in dem Baron Gutti (Baron Gutti) die blutjunge Kadettin Sarah K. (Sarah K.) aus der Takelage der Gorch Fock befreit und den totguten Kapitän (Uwe Ochsenknecht) aus den Händen der Meuterer. Die Schlussszene soll schon im Kasten sein: Baron Gutti schwimmt am Steuer der Gorch Fock mit vollen Segeln in den Sonnenuntergang und Sarah K. rappt in seinen Armen zu einem aus US5-Samples gebastelten Track: „Heh, bin Sarah K., long not away, die Welt ist schlecht, nur Gutti gerecht und ich hatte doch recht. Heh, bin Sarah K. …

Die Gattin vom Gutti ist derweil auch nicht faul. Entpuppt die unentwegte Kämpferin gegen das Böse sich jetzt auch noch als technisch versierte Tüftlerin. So stellte sie der verblüfften Fachwelt kürzlich einen Notfallknopf vor, der alle bösen Seiten des Internets mit einem Knopfdruck abstellen kann. Besitzern von Rechnern jeder Art müssen damit rechnen, dass dieser Knopf jetzt Pflicht wird und sie ihre Anlagen umrüsten müssen. An einer entsprechenden Vorrichtung für TV-Geräte und Kassetten-Rekorder soll Frau Baronin schon arbeiten.

Während wir alle hoffen, dass diese Quelle des Bösen auf diese Weise nun ausgetrocknet werden kann, hat sich eine andere wieder geöffnet. Wie immer kommt das Grauen aus dem Osten und das böse Wort vom Kommunismus macht wieder die Runde, hat sich sogar schon in Lidl-Regale geschlichen, macht aber in einer gerechten Welt wie der unseren so überhaupt keinen Sinn mehr. Herr Baron, Frau Baronin – handeln sie! Bevor andere es tun.

In der Welt der Popmusik passiert nicht viel, außer dass die altlinke Viererbande auch wieder aktiv ist (Kommunismus-Return auch hier) und wir jetzt endlich wissen, warum die Gruppe Megadeth bei jungen Leuten so beliebt ist. Außerdem haben jetzt auch die Ruhrbarone gemerkt, dass in ihrer Baronei tote Hose ist und die geliebte Musikindustrie will jetzt doch wieder was verkaufen.

Meanwhile in Dortmund spielt Mick Hart ein sehr gutes Konzert im Subrosa – um auch mal was Positives zu vermelden.