Da weist uns ganz am Ende eines popmusikalisch gar nicht so ereignisreichen Jahres die TAZ noch auf eine Veröffentlichung hin, die es in sich hat. Gregg Gillis alias Girl Talk montiert aus 372 Songs ein 71 Minuten langes Album mit absolutem Unterhaltungswert und ganz großen Momenten. Verwurstet wird jede Menge Mainstream (den man größtenteils gar nicht kennen möchte), Metallriffs & Raplyrics. „All Day“, so heißt das Ding ist, nach Aussage des Künstlers in einer Grauzone entstanden – in einer Grauzone des Kapitalismus, könnte man sagen. Geschickt amerikanisches Recht nutzend, umgeht er alles, was wir unter Copyright-Bestimmungen verstehen und lässt die Platte mit John Lennon ausklingen. Imagine. Wahre Kunst, die uns den Ramsch des Kapitalismus in kleinen, genießbaren Häppchen zurückgibt. Kostenfrei, versteht sich & auch zum Anschauen.

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