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Stadt steht Kopf

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Nicht blockieren – kriminalisieren!

Was kann der Bürger gegen Kriminelle tun? Gegen Einbrecher zum Beispiel? Sich schlau machen, Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, die Bude immer abschließen, Fenster verriegeln etc. und wenn dann doch was passiert: Anzeige erstatten und alles weitere Polizei und Justiz überlassen.

Darüber dürfte in bürgerlichen Kreisen ein weitgehender Konsens bestehen. Anders sieht es aus, wenn es um eine andere Form der Kriminalität geht – um Nazismus in jeglicher Form. Da wird der Bürger dazu aufgerufen, selbst aktiv zu werden, zu demonstrieren, blockieren, musizieren, diskutieren. Das hängt natürlich damit zusammen, dass Nazismus staatlicherseits nicht generell verboten ist, wie Einbruchsdiebstahl, und bisher nicht mal ein Weg gefunden wurde, die entsprechenden kriminellen Vereinigungen zu verbieten. Bestraft werden nur einzelne Handlungen, wie der Hitlergruß, Hitlerkreuzgeschmiere, bzw. bestimmte Aussagen, wie die Leugnung des Holocausts.

Auch wenn der Bürger sich gerne mobilisieren lässt und seine Reaktionen auf die braune Scheiße emotional sehr gut nachzuvollziehen sind, muss eines zu bedenken gegeben werden: Die demokratische Auseinandersetzung wertet das Nazigewese auf, macht es zum politischen Handeln, bietet Resonanzraum. Manchmal bekommt man den Eindruck, die Nazis melden ihre Demonstrationen nur an, um Bürgers (irgendwie doch recht voraussehbaren) Reaktionen zu provozieren.

Was also tun? Wie wäre es denn mal damit: Alle Reaktionen auf Nazidemos unterlassen. Sie einfach ins Leere laufen lassen. Sie dabei aber genau beobachten und jede kleinste, vermeintliche Straftat zur Anzeige bringen. Also nicht politisch reagieren, sondern Polizei und Justiz mit dem braunen Gesocks alleine lassen und sie darüber hinaus mit richtig viel Arbeit versorgen.

Ob dies ausreicht, um einen wie den Dortmunder Polizeipräsidenten die Lust an der Genehmigung von Nazi-Veranstaltungen zu verderben, sei einmal dahingestellt. Zumindest müsste sich kein Bürger mehr kriminalisieren lassen, während den Gangstern Geleitschutz gewährt wird. Die Aufrufe von Politikern zu Blockaden – mit allen persönlichen Konsequenzen für die Beteiligten – gegen das, was sie selbst mit vernünftigen Gesetzen nicht blockiert kriegen, sind doch eigentlich ein Hohn bzw. eine Kapitulation des sogen. Rechtsstaats. Dass wir uns künftig Einbrechern wieder mit der Waffe in der Hand entgegenstellen, wollen sie doch wohl auch nicht.

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So What?

„Wie viel Bullshit steckt in Ihrem Text?“ fragt Ilse Burisch und liefert Dir mit ihrem BlaBlaMeter eine direkte Antwort. Sofort einmal ausprobieren, bevor das Tool von der Politik entdeckt und umgehend zur Explosion gebracht wird.

Unser aller Gutti hat natürlich so etwas nicht nötig und vor allem keine Zeit. Während die Kommunisten vom Neuen Deutschland noch überlegen, ob es noch zeitgemäß ist, die deutsche Seefahrerelite auf einem nach Johann Wilhelm Kinau („Seefahrt in Not“) benannten Schiff zu drillen, ist er schon weitergeeilt und geht seinem Hauptberuf als Außenhandelsreisender der Rüstungsindustrie nach. Nicht wahr ist allerdings, dass Herr Mubarak das Asyl in Deutschland verschmäht, weil unser geschätzter Außenminister seinem weisen Freund beim letzten Besuch die Gesamtedition der Schwarzwaldklinik auf DVD mitgebracht hatte.

Und wo wir gerade bei Gerüchten sind. Unwahr ist auch, das Jack White seine Partnerin Meg verlassen hat um mit Christina Aguilera eine Band namens Stars’n’Stripes zu gründen. Wahrscheinlicher ist, dass Christina nun zusammen mit Sarah Connor als Duo mit Namen „The National Anthems“ auftreten wird. Unsere geliebte Lena muss da nicht mitmachen. Sie hat soviel Kohle, dass sie in der Printausgabe der Dortmunder Rundschau schon auf der Wirtschaftsseite gewürdigt wird. Richtig so.

Währenddessen beansprucht der mindestens genauso reiche Großmarktschreihals und Sichselbstlustigfinder Mario Barth Eigentumsrechte an geklauten Sprüchen und merkt nicht einmal, dass sich doch etwas auf Ujfalusi reimt.

Im Ruhrgebiet trägt das Establishment nach der doch so erfolgreichem „Ruhr 2010“ die Ruhrstadt schon vor ihrer Geburt zu Grabe und meanwhile in Dortmund schließen die Autonomen ein Aktionsbündnis mit Kristina Schröder. Mit aller Kraft wollen sie ihr helfen, den Nachweis zu erbringen, dass Nazis und linke Autonome doch eigentlich das Gleiche sind. Weiter so, Kameraden, mit Nazimethoden gegen alles was keinen schwarzen Stern trägt und der (heimliche) Beifall von höchster Stelle kann Euch sicher sein – hat immerhin auch bei der R.A.F. schon funktioniert. Wenn ihr das dann doch alles irgendwie nicht so wollt, dann bitte einen Kurs „Nachdenken for Beginners“ belegen.

Die echten Nazis von der NPD wurden jetzt auch Opfer eines Flötenbläsers (nennt man das so in diesen Kreisen?). Ist natürlich nichts Neues bei raus gekommen, bringt eine kriminelle Vereinigung dem Verbot aber vielleicht ein kleines Stückchen näher.

So, jetzt noch schnell diesen Text in den BlaBlaMeter eingeben. Das Ergebnis lautet: Ihr Text: 2513 Zeichen, 361 Wörter, Bullshit Index : 0.26, Ihr Text zeigt erste Hinweise auf ‚Bullshit‘-Deutsch, liegt aber noch auf akzeptablem Niveau. Geht doch!

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So What?

Sollte Ihre Seite demnächst auch so (oder so ähnlich) aussehen, könnte das neue Jugendmedienschutzgesetz gegriffen haben. Die glorreiche NRW-Regierung aus SPD und Grünen wird nicht mal das verhindern. „Parlamentarische Zwänge“ nennen das die Grünen. Aber jetzt will man ja noch mal reden.

Einen kleinen Aufstand dagegen gab es schon im Netz. Aber der richtige, der große Aufstand, der kommt erst noch – und zwar auf jedem Fall aus Frankreich. Und wenn dieses Manifest es nicht bringt, dann ein Fußballprofi. Da bleiben wir doch am Ball. Und wo ist eigentlich Günther Netzer?

Trotzdem muss der Kampf für den Jugendschutz natürlich fortgesetzt werden. Da laufen ja zur Zeit wieder Typen rum … Sicher ein Fall für Porno-Steffi, aber die hat jetzt noch ein paar andere Probleme.

Der CDU-Nachwuchs möchte derweil seine großartigen Fortbildungstouren fortsetzen. Unter dem Motto „Mal gucken, was die anderen so saufen“, sollte in Berlin ein besetztes Haus besucht werden. Die Bewohner hatten sich schon gefreut, die JU dann doch gekniffen.

Positives wieder mal nur aus der Musikszene: Wilco verkauft jetzt auch Kaffee, Jack White seine Platten direkt be eBay, Fanta4 kündigen einen Auftritt in Anröchte an und wer immer noch meint, sich vermarkten zu müssen, kann dies bei Audiomagnet tun.

Meanwhile in Dortmund sind auch die Kriminellen nicht mehr das, was sie mal waren und marschieren schon freiwillig zum Polizeipräsidium. Ob zur gemeinsamen Weihnachtsfeier, war nicht herauszufinden. Bessere Partys laufen im Stadttheater oder im ehemaligen Museum am Ostwall. Wer braucht bei dem Angebot noch das FZW?

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Erinnerungsschleifen

Durch bestimmte Regionen kann man seine Erinnerungen nicht oft genug schleifen lassen.

Michaela Meliàn, Musikerin in der besten deutschen Band aller Zeiten und bildende Künstlerin, hat sich ihre Heimatstadt München vorgenommen. Auf ihrer Seite www.memoryloops.net lässt sie Dokumente aus der Nazi-Zeit nachsprechen und stellte diese mittels eines stilisierten Stadtplans in einen räumlichen Kontext. Dass viele dieser mehr als 400, teilweise musikunterlegten Audiodokumente von Kindern eingesprochen wurden, macht sie noch eindringlicher. Unbedingt mal reinhören!!!

Ein Interview mit ihr findet sich hier.

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