WDR-Intendantin Piel lässt in einem Interview fallen, dass es mal wieder Zeit für einen Ruhrgebiets-Tatort sei und schon ist für die Dortmunder Stadtoberen die Sache klar: Der muss einfach in Dortmund spielen. OB Sierau entwirft schon mal das erste Drehbuch und das Städtische Touristik Büro schickt die Besucher der Stadt umgehend auf einen Tatortpfad.

Wie WDRLeaks jetzt verbreitet, ist da wirklich was dran und auch die Skizze zum Drehbuch der ersten Folge sickerte jetzt durch:

OB Sierau wird in einem Dortmunder Jazzklub von einer herabfallenden Tuba erschlagen. Dem in seine Heimat zurückversetzen Kommissar Bär ist sofort klar: Das war kein Unfall (in einem Tatort ist es nie ein Unfall). Seine Recherchen laufen schnell in zwei Richtungen: 1. Punk Anton, hat Drohbriefe an den OB verfasst, wegen Privatisierung seines Lieblingsklubs trotz früherer gegenteiliger Zusicherung des OBs, aber Anton verkehrt nicht in Jazzklubs. 2. der Kulturdezernent, verkehrt in Jazzklubs, gilt als scharfer Konkurrent des OBs aber auch als zu blöd zum Tubawerfen. Letztlich muss Bär herausfinden, dass es keiner von beiden war, sondern ein ortsansässiger Kulturmanager, der neben der Gastronomie in der Westfallenhalle, dem Westfalenpark, dem Westfalenstadion, der Westfalenstube und allen anderen angesagten Locations nun auch gerne den Jazzklub übernommen hätte, wobei die Tuba allerdings nicht den OB, sondern den (entfernt ähnlich ausschauenden) Kulturdezernenten treffen sollte. Die obligatorische Bratwurst isst Bär dann mit Fritz Eckenga (Drehbuch, Regie und vier Nebenrollen) vor dem Stadion.

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